Wo liegen unsere
Gewässerperlen?
Wir wollen das in der Schweiz etablierte Label »Gewässerperle PLUS« nach Süddeutschland bringen. Auch hier sind naturnahe und intakte Flüsse und Bäche selten.
Wir wollen das in der Schweiz etablierte Label »Gewässerperle PLUS« nach Süddeutschland bringen. Auch hier sind naturnahe und intakte Flüsse und Bäche selten.
Deshalb ist es unser Ziel, unsere Gewässerperlen in Bayern und Baden-Württemberg zu finden und in ihrer Natürlichkeit zu erhalten.
Mit dem Label möchten wir ein Bewusstsein für unsere Gewässerperlen schaffen. Denn vielen Menschen ist nicht bewusst, dass unsere Flüsse stark verändert sind und viele Funktionen, wie Selbstreinigungskraft, Kühlung oder Hochwasserschutz gar nicht mehr übernehmen können.
Lebendige Flüsse hingegen können begeistern. Sie sind Orte, an denen man Natur erleben, vom Alltagsstress abschalten und die Seele baumeln lassen kann. Sie sind etwas Besonderes.
Der WWF Schweiz hat das Label »Gewässerperle PLUS« entwickelt und konnte mit dem Verein Gewässerperlen bereits zwei Gewässerperlen zertifizieren (gewaesserperleplus.ch).
Die Gemeinden haben den Wert ihrer Gewässer erkannt und nutzen das Label, um diese für die Zukunft zu erhalten.
Wir möchten lokales Engagement fördern und bündeln, denn nur gemeinsam können wir unsere Gewässerperlen in die Zukunft führen. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, das Label »Gewässerperle PLUS« auch in Deutschland einzuführen, zunächst in Bayern und Baden-Württemberg. Wir suchen also unsere süddeutschen Gewässerperlen und Sie, die sich für ihren Erhalt einsetzen wollen.
Einer unserer ersten Schritte war die Gründung eines Wissenschaftlichen Beirats (Verlinkung) für das Gewässerperlen-Label. Der Beirat wird zukünftig das Gremium sein, das die Zertifizierungsentscheidungen auf wissenschaftlicher Basis trifft. Mit ihm haben wir die Zertifizierungsanforderungen der Schweiz an die deutsche Datenlage angepasst. Zusammen mit dem Beirat waren wir außerdem bereits an mehreren unserer Flüsse, um zu prüfen, welche Eigenschaften eine Gewässerperle haben muss, damit sie ihre ökologischen Funktionen erfüllen kann.
Der nächste Schritt ist die Ausarbeitung einer Studie zur Identifikation geeigneter Gewässerperlen in Süddeutschland. Alle Fließgewässer in Bayern und Baden-Württemberg mit einer Einzugsgebietsgröße ab zehn Quadratkilometern werden anhand der festgelegten Kriterien (Zertifizierungskriterien) auf ihre Eignung zur Zertifizierung mit dem Label „GewässerperlePLUS“ geprüft. Die Studie wird derzeit von „blattfisch“, einem Fachbüro für die Aufbereitung gewässerrelevanter Geodaten, erarbeitet. Mit ersten Ergebnissen ist im August 2023 zu rechnen.
Der erste Schritt ist der wichtigste: Gehen wir es an!